GHS / CLP – Verordnung

Umsetzung der neuen GHS / CLP-Verordnung

Die CLP-Verordnung ist eine Ergänzung der REACH Verordnung. Unter anderem werden hier einschlägige Vorschriften von REACH, die sich auf Einstufung und Kennzeichnung beziehen, angepasst. Die am 20. Januar 2009 in Kraft getretene Verordnung (EG) Nr. 1272/2008, die GHS-Verordnung (abgeleitet durch die Implementierung des Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals der Vereinten Nationen in die EU) bzw. CLP-Verordnung (Regulation on Classification, Labelling and Packaging of Substances and Mixtures), genannt wird.

Ziel der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008, die auch GHS-Verordnung genannt wird, ist ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und für die Umwelt sicherzustellen sowie den freien Warenverkehr innerhalb des gemeinsamen europäischen Binnenverkehrs von chemischen Stoffen, Gemischen und bestimmten spezifischen Erzeugnissen zu gewährleisten. Die weltweite Harmonisierung von Vorschriften für die Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen und Gemischen (GHS der UN) für das Inverkehrbringen und die Verwendung einerseits und für den Transport andererseits soll neben dem Schutz des menschlichen Lebens und der Umwelt auch zu einer Vereinfachung des Welthandels führen.

Die neue Verordnung ist ab ihrem Inkrafttreten am 20. Januar 2009 anzuwenden. Danach erfolgt die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung für Stoffe bis zum 1. Dezember 2010 gemäß der RL 67/548/EWG (Stoff-RL) und für Gemische bis zum 1. Juni 2015 gemäß der RL 1999/45/EG (Zubereitungs-RL). Abweichend von dieser Bestimmung kann die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung für Stoffe und Zubereitung bereits vor dem 1. Dezember 2010 bzw. 1. Juni 2015 nach den Vorschriften der GHS-Verordnung erfolgen, die Bestimmungen der Stoff-RL und Zubereitungs-RL finden in diesem Fall keine Anwendung.

Die Verordnung soll gefährliche Chemikalien identifizieren und ihre Anwender über die jeweiligen Gefahren mit Hilfe von Standardsymbolen und -sätzen auf den Verpackungsetiketten und mit Hilfe von Sicherheitsdatenblättern informieren. Ziel des weltweit harmonisierten Systems ist, das Niveau des Schutzes der menschlichen Gesundheit und der Umwelt einheitlicher, transparenter und vergleichbarer zu machen.

Quelle: http://www.reach-clp-biozid-helpdesk.de/de/CLP/CLP.html

Was ändert sich?

Ab dem 1. Juni 2015 müssen Gemische nach CLP gekennzeichnet werden. Da dies aber auch jetzt schon erlaubt ist, hat IWETEC bereits mit der Umstellung begonnen. Während für die Dauer der Übergangsfristen auf dem Etikett nur eine Kennzeichnung, nach dem alten oder nach dem neuen Recht, erfolgen darf, ist aber auf dem Sicherheitsdatenblatt die alte Einstufung noch bis zum 1. Juni 2015 erlaubt. Um hier aber auf die Umstellung vorbereitet zu sein, haben wir für jeden neu erstelle Etikett, auch das Sicherheitsdatenblatt auf die neue Verordnung angepasst.

Die neue europäische CLP-Verordnung orientiert sich an bisherigen Systemen zur Einstufung und Kennzeichnung.  Allerdings wurden einige Kennzeichnungssymbole teilweise geändert, sodass sich hier bereits auf den ersten Blick Neuerungen ergeben. So gibt es 3 neue Piktogramme (Gasflasche, Ausrufezeichen, Gesundheitsgefahr) und das Andreaskreuz wurde ersatzlos gestrichen. 

IWETEC GmbH, Werner-v.-Siemens-Str. 16, D-36041 Fulda